Ausbildung am Boden

Longieren

Longieren dient einerseits zur Ausbildung junger Pferde und andererseits bei bereits ausgebildeten Pferden zur Gymnastizierung, zur Lockerung der Muskulatur oder auch zum Wiederaufbau ohne Reitergewicht nach einer längeren Ruhepause. Longieren bedeutet bei mir nicht „das Pferd/Pony im Kreis umherjagen“.
Longieren kann richtig strenge Arbeit bedeuten, wenn man es richtig macht. Durch gezielte Stangenarbeit kann die Hinterhand enorm an Kraft gewinnen, die Schultern können gelöst werden, die Losgelassenheit kann gefördert werden und das Gleichgewicht kann geschult werden. Trabstangen und Hindernisse kann man auch einsetzen, um den regelmässigen Takt zu Schulen und die Rückenmuskulatur zu lösen.
Durch verkleinern und vergrössern der Zirkel kann mehr oder weniger Biegung verlangt werden und durch longieren von Bahnfiguren wird Abwechslung und Förderung der Konzentration erarbeitet. Nicht zu vergessen ist die Kondition, die mit richtigem Longieren aufgebaut werden kann.
Dies alles bringt Abwechslung in den Trainingsalltag mit teilweise verblüffenden Ergebnissen in nur kurzer Zeit. Ich verzichte fast ganz auf jegliche Arten von Hilfszügeln. Nur in ganz seltenen Ausnahmefällen, kann es vorkommen, dass ich einen Hilfszügel als vorübergehende Lösung empfehle. Die Hilfszügel sollten aber keinesfalls von Anfang an verschnallt werden, immer nur für kurze Zeit benutzt werden und möglichst nicht über längere Zeiträume.
Nicht zu unterschätzen ist, was die Haltung des Longenführers ausmacht. Ziehende Arme nach hinten, abgeknickte Handgelenke oder unregelmässiges Laufen des Longenführers können das Pony/Pferd massgeblich bei der Arbeit behindern. Im Allgemeinen ist wichtig, dass regelmässige Handwechsel gemacht werden, damit das Pony/Pferd nicht einseitig belastet wird. Auch sollte eine Trainingsdauer von ca. 30min nicht überschritten werden.
Möchtest du mehr Abwechslung in den Alltag bringen? Dein Pony/Pferd soll gezielt aufgebaut werden? Du hast nie richtig gelernt zu longieren? Die Hilfszügel sollen weg? Ich helfe dir dabei, das Programm auf dein Pony/Pferd anzupassen.

 

Das sagt meine Kundin Vivi:

Vivi mit Saphira - LongierenAls die Zusammenarbeit mit Steffi begann, hatte ich eine junge, nicht ganz einfache Stute, mit vielen Baustellen. Um diese beheben zu können, haben wir einige Dinge geändert und trainiert. Dazu musste ich jedoch das Longieren erlernen. Ich hatte anfangs immer das Problem, dass ich viel zu weit vorne stand, nicht richtig mitgelaufen bin und das Pferd somit immer ausbremste. Auch meine Handführung liess sehr zu wünschen übrig. Ich konnte dies mit der Zeit, dank Steffis Stunden, immer besser und konnte es an verschiedenen Pferden immer besser umsetzen. Mittlerweile longiere ich mit Dualgassen, Pylonen und Stangen und ich probiere immer wieder mal etwas Neues aus.

Vivi mit Saphira

Intervalltraining

Pferd an der LongeAnfang 2016 bin ich mehr durch Zufall auf diese Trainingsmethode gestossen. Das Intervalltraining ist im Grunde nichts Neues. Schon lange wird es im Sport eingesetzt und gezielt zum Muskelaufbau verwendet. Ähnlich wie die Equikinetic aber etwas abgewandelt und individueller gestaltet, zeigen sich durch dieses Training schöne Verbesserungen in vielerlei Hinsicht. Es kommt nicht nur zum Muskelaufbau, auch der Takt, das Vortreten der Hinterbeine, die Kondition und vieles mehr verbessert sich durch das Intervalltraining. Das Training eignet sich im Prinzip für alle Ponys/Pferde. Besonders schöne Resultate habe ich nach Operationen, massivem Muskelabbau durch Krankheit, zum Muskelaufbau junger Pferde und bei zu dicken Pferden erreicht. Für Pferdemenschen, die viel Geduld mitbringen und bereit sind regelmässige Trainingseinheiten zu absolvieren, ist diese Methode eine tolle Bereicherung. Ungeeignet hingegen ist dieses Training für Leute, die keine Selbstdisziplin haben und nicht regelmässig an etwas arbeiten wollen. Das Training macht wirklich nur dann Sinn, wenn es absolut regelmässig und nach Plan absolviert wird. Willst du ein schön rund bemuskeltes Pony/Pferd? Willst du die Kondition trainieren? Muss dein Pony/Pferd nach langer Stehpause wieder sorgfältig aufgebaut werden? Ich zeige dir gerne, wie das Intervalltraining schnell Erfolge zeigt.

 

Das sagt meine Kundin Katja:

ReitunterrichtDurch das regelmässige Intervalltraining konnten wir nicht nur diverse Fortschritte in Bezug auf das Reiten erzielen, viel mehr verstand ich dadurch auch die Problemstellen die Laska körperlich und rassenbedingt mit sich bringt. Steffi unterstützt mich vorwiegend darin, anhand des Pferdes zu sehen, wo noch Unstimmigkeiten sind. Ab und zu schauen wir das Intervalltraining zusammen vor einer Reitstunde an und verbessern meine und Laskas Haltung. Natürlich ist Steffi immer wieder Anlaufstelle für Tipps und Tricks zwischendurch.

Mit dem Intervalltraining können wir gezielt an Laskas Muskelaufbau arbeiten und so grundsätzlich alles verbessern. Nach dem Beginn mit dem Intervalltraining liessen erste Erfolge nicht lange auf sich warten. Bei unseren reiterlichen Problemstellen (Haltung im Galopp, Stabilität in den Seitengängen, etc.) waren die Fortschritte als erstes bemerkbar. Durch das Intervalltraining erlangte Laska mehr Kondition und Kraft, um unsere reiterlichen Schwierigkeiten anzugehen und zu korrigieren.

Ich halte es für elementar, jede Stufe des Trainings konstant und bestmöglich zu können, bevor das Intervall oder die Dauer erhöht wird. Wenn eine Stufe noch nicht sitzt, kann ich nicht von meinem Pferd erwarten, dass die höhere, intensivere Stufe klappt. Ebenfalls kann ich rückblickend auf unseren Start mit dem Intervalltraining vor gut 1.5 Jahren sagen, dass ein regelmässiges Training (für uns 1x pro Woche) genau so wichtig für den Erfolg ist. Die Methode ist hervorragend geeignet um innert kurzer Zeit das Pferd intensiv und ausgeglichen zu bewegen.

Katja mit Laska

Doppellonge

Die Arbeit mit der Doppellonge wird oft als Vorbereitung von Fahrpferden/-ponys benutzt. Nicht nur das Pony/Pferd muss lernen von einer eher ungewohnten Position aus Befehle zu bekommen sondern auch der Mensch lernt Befehle von eben dieser ungewohnten Position aus zu geben. Dabei unterschätzt der Mensch oft, wie lang das Pferd mit Doppellonge oder eben später mit Kutsche ist.
Unbedingt zu beachten ist eine seriöse Vorbereitung des Pferdes/Ponys durch Boden- und Longenarbeit und einige Vorsichtsmassnamen sollten unbedingt eingehalten werden. Nur dann kann die Doppellongenarbeit wertvolle Dienste leisten (z.B. eine verstärkte Aktion der Hinterhand). Der Vorteil gegenüber der „normalen“ Longenarbeit ist, dass man durch die äussere Begrenzung einen deutlich grösseren Einfluss auf die Hinterhand des Pferdes hat. Man sollte sich aber unbedingt bewusst sein, dass man durch die Verschnallung der Doppellonge (3 verschiedene Arten) eine doch sehr starke Hebelwirkung ausüben kann. Nicht jedes Pony/Pferd kann mit dieser Hebelwirkung umgehen. Manchmal ist es somit besser am Kappzaum zu arbeiten, als mit Hilfengebung auf die Trense. Ich habe auch schon erlebt, dass ein Pony/Pferd für einige Male durchaus schöne Fortschritte an der Doppellonge zeigte aber die Verbesserungen sich nach gewisser Zeit einstellten und ich davon abgeraten habe, mit der Doppellongenarbeit weiter zu machen.
Genau wie beim Longieren sollte auch hier beachtet werden, dass regelmässige Handwechsel gemacht werden, damit das Pony/Pferd nicht einseitig belastet wird und eine Trainingsdauer von ca. 30min nicht überschritten wird.
Möchtest du einfach mal etwas anderes ausprobieren? Überlegst du dir dein Pony/Pferd einfahren zu lassen? Soll dein Junior lernen, Befehle auch von anderen Positionen aus anzunehmen? Lass uns schauen, was dein Pony/Pferd von der Doppellongenarbeit hält.

Doppellongenarbeit war für mich und Aramis genau richtig – Ein Bericht von Laura

Handarbeit

Spanischer Schritt trainierenDie Handarbeit ist in meinen Augen eine der wertvollsten Arbeiten vom Boden aus. Jungen Ponys/Pferden kann man schonend die ersten Lektionen beibringen, die man später gerne reiten möchte und bereits vor dem Reiten die Durchlässigkeit fördern und die Ponys/Pferde gymnastizieren. Spielerisch werden so bereits die ersten Schritte unter dem Sattel vereinfacht, ohne dass der Jungspund durch das Reitergewicht belastet werden muss. Später im Sattel können dann die Lektionen abgerufen werden, weil das Pony/Pferd die Bewegungsabläufe bereits kennt.
Aber nicht nur für junge Ponys/Pferde ist die Handarbeit wertvoll, auch bereits gerittene Ponys/Pferde können enorm von der Handarbeit profitieren. Neue und/oder schwierige Lektionen können vom Boden aus ohne das Reitergewicht erarbeitet werden oder Lektionen die unter dem Sattel noch nicht korrekt ausgeführt werden können korrigiert werden. Oft kann man auch vom Boden aus besser erkennen, wo noch nicht alles ganz stimmt. Durch die Handarbeit kann man dann gezielt die Schwächen trainieren, was man später auch im Sattel schnell merken wird.
Das weiteren eignet sich die Handarbeit auch hervorragend, um die Bindung zwischen Mensch und Tier zu festigen und Unarten, wie schnappen beim Führen etc., können korrigiert werden.
Am meisten fasziniert mich an der Handarbeit, dass man von einfachen Lektionen, wie seitliches Übertreten bis zu anspruchsvollsten Lektionen, wie die Passage, alles machen kann. Es kann sowohl am Kappzaum, wie an der Trense gearbeitet werden.
Hast du ein junges Pony/Pferd, das du sinnvoll beschäftigen willst? Möchtest du anfangen höhere Lektionen zu erarbeiten? Oder möchtest du einfach nur Abwechslung ohne Sattel in den Alltag bringen? Gerne helfe ich dir dabei.

Was meine Kundin Sonja dazu sagt:

Frau mit PferdZur Ausbildung an der Hand bin ich durch Zufall gestossen. Für mich war es faszinierend zu sehen, wie sich das Pferd ohne Reiter nur mit feinen Hilfen vom Boden aus bewegt. Das war der Auslöser mit Handarbeit zu beginnen.

Was mir die Handarbeit bringt

Durch einen gezielten Aufbau und einiges Training hat mein Pferd enorme Fortschritte gemacht. Durch die Seitengänge wurden die Stabilität und die Balance stark verbessert.

Viele lösende Übungen kann ich vom Boden aus besser korrigieren als auf dem Pferd. Einzelne Muskelpartien, zum Beispiel „das Festmachen im Hals“, können gezielt gelöst werden.

Das Pferd hat die Möglichkeit ohne Reitergewicht den Rücken aufzuwölben und eine gute Rückentätigkeit zu erlangen. Die Hinterhand kann mit der Handarbeit gut kontrolliert und aktiviert werden.

Schon nach kurzer Zeit hat mein Pferd einiges an Stabilität und Elastizität dazu gewonnen, was sich aufs Reiten ebenfalls positiv auswirkt.

Heute mache ich es so, dass ich mein Pferd zunächst für mindestens 15min mit Handarbeit aufwärme, bevor ich vom Sattel aus arbeite. So kann ich auf ein gelöstes, aufgewärmtes und durchlässiges Pferd sitzen.

Sonja mit Garry

Presse

Mit einem Gerät, das wie ein Knackfrosch aus Blech funktioniert, bringen Trainer den Pferden selbst komplexe Zirkusnummern bei – ohne jeden Zwang. Dennoch ist Klickertraining mit Pferden nach wie vor eine Randerscheinung.

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